Gamescom 2012

Projektbericht

Über das Institut für Computerspiel – Spawnpoint bekam die Youth Company III den Arbeitsauftrag, auf der Gamescom 2012 eine Reportage über die Spielkultur Cosplay aufzunehmen, eine Form von Kostümspiel mit japanischem Ursprung, das sich schon auf mehreren Messen und Conventions fest etabliert hat. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Communityverhalten, also ob die Cosplayer eher alleine oder in Gruppen auftreten. Ob die Herstellung oder die Vorführung ihrer Kostüme im Vordergrund steht und nicht zuletzt, ob sie auch Videospieler sind. Die Vorbereitungen wurden von der gesamten Youth Company III durchgeführt, die Dreharbeiten auf der Messe von Eugen Meier, Simon Steinecke und Leonard Behringer umgesetzt.

Vorbereitung

Die Mitarbeiter der Youth Company III bekamen offiziell den Projektauftrag, für die Internetseite des Instituts Spawnpoint eine Reportage auf der Gamescom 2012 in Köln aufzunehmen. Hierbei wurde der Youth Company das Thema des Berichts nicht fest vorgeschrieben, die Entscheidung den Fokus auf Cosplayer zu setzen, entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut Spawnpoint. Den größten Teil der Vorbereitungen nahm das Ausarbeiten der Interviewfragen für unsere verschiedenen Wunsch-Zielgruppen in Anspruch. Mit Hilfe von Karten und Veranstaltungsplänen konnten wir auch schon einige Drehorte im Vorhinein aussuchen. Das ursprünglich geplante, vierköpfige Filmteam erhielt von Martin Geisler speziell noch ein Film- und Interviewtraining um sich auf die Arbeit mit der Kamera vorzubereiten.

Durchführung

Am Mittwoch war die erste Hürde, dass unser Team krankheitsbedingt statt mit vier Personen nur noch mit drei auskommen musste, dennoch holten wir früh das Auto bei der Vermietung und luden das im Voraus gepackte Aufnahmeequipment in das Fahrzeug. Beide Fahrten waren relativ entspannt und so erreichten wir Köln ohne Zwischenfälle oder sonstige Schwierigkeiten. Nach dem Treffen am Informationsstand des Institut Spawnpoint auf der Messe und einer kurzen Ruhephase gingen auch gleich die Dreharbeiten los. Bepackt mit Stativ, Kamera, Mikrofon und Fragebögen starteten wir in Richtung des erstmalig eingerichteten Cosplay Village (Zentraler Anlaufpunkt für alle Cosplayer auf der Gamescom). Auf dem Gelände für Cosplayer teilten wir uns auf, um möglichst viele potenzielle Interviewpartner ansprechen zu können. In kurzer Zeit konnten wir drei Cosplayerinnen gewinnen. Nachdem wir Termine ausgehandelt hatten konnte auch gleich das erste Interview beginnen. Da der erste Drehtag ein Fachbesuchertag war, hatten wir großes Glück, dass die Messebetreiber auch für entsprechende Belebung des Cosplay Village gesorgt hatten. Das Interesse der CosplayerInnen Interviews zu geben war recht groß, an zwei Tagen trafen wir nur eine einzige Person, die ein Interview ablehnte. Am Abend fuhren wir zu unserem Kölner Hostel und besichtigten auch noch die Innenstadt (eine Nahaufnahme des Domes war als Filmeröffnung fest eingeplant).

Am zweiten Tag haben wir Aufnahmen zum Einlass der Normalmessebesucher vor den Eingängen gedreht und waren überrascht, wie viel Andrang diese Messe zur Eröffnung ausgelöst hatte. Zu Beginn waren wir etwas verwirrt, wie wir denn selber zeitnah in das Gebäude gelangen könnten, um auch von Innen Aufnahmen der einströmenden Besucher zu ergattern. Zum Glück lockerte sich der Andrang nach ca. 20 min und wir konnten noch ausreichend Filmmaterial von weiteren ankommenden Besuchern aufzeichnen. Das Cosplay Village war am zweiten Drehtag noch um einiges besser besucht als am Vortag, was unsere Arbeit zusätzlich erleichterte. Als wir unsere vorher angestrebte Zahl an Interviews erreicht hatten, wechselten wir von Stativ zu ruhiger Hand und befragten mit der Kamera, wie vorab geplant, zufällig Besucher der Messe, nach ihrer Meinung zu Cosplaying und konnten einige interessante Statements aufzeichnen. Am Nachmittag trafen wir uns nochmal mit den Mitarbeitern des Institut Spawnpoint am Messestand, für einige letzte Absprachen und Updates, dann fuhren wir mit dem Mietwagen k.o., aber glücklich wieder zurück nach Erfurt. Damit war die Aufregung aber noch nicht durchgestanden. Beim Sichten des Videomaterials befürchteten wir noch, dass unser Mikrofon dem Lärm auf der Gamescom nicht gewachsen wäre. Doch die Qualität der Interviews überraschte uns sehr positiv. Daraufhin formulierten wir Sprechertexte, die anschliessend professionell in einem Studio des Radio Frei aufgenommen wurden. An dieser Stelle möchten wir Radio Frei unseren verbindlichsten Dank aussprechen. Damit konnte endlich die Arbeit an unserer Reportage beginnen, auch wenn sie sich als kompliziert erwies, besonders als unser Videoschnitt- & Grafikexperte kurzfristig nach Berlin abwanderte. Nach einer letzten Rücksprache und Sichtung des Videomaterials mit dem Institut Spawnpoint, wurde unsere Reportage abgesegnet und auf den Youtube-Kanal des Institutes hochgeladen und zusätzlich auf Plattformen wie Animexx und Zelda Europe publiziert.

Auswertung

Das Projekt „Reportage Cosplay auf der Gamescom 2012“ war trotz einiger Schwierigkeiten und Rückschläge ein Erfolg. Die Reportage hat die erwartete Länge und vor allem auch die inhaltliche Substanz, die wir von Anfang an angestrebt haben. Auch die Vorbereitungen liefen reibungslos und bei der Abfahrt war sämtliches Equipment vorhanden, verpackt und einsatzbereit. Es ist ein zufriedenstellendes Video aus unserer Arbeit entstanden.

Aufgaben der Youth Company und Kompetenzerwerb:

Die Youth Company hatte für diese Veranstaltung den Auftrag, eine ganzheitliche Dokumentation in Form von Video- und Webbeiträgen über Gamingculture auf der Gamescom zu erstellen. Es wurden den Youth Company Teilnehmern für die Umsetzung dieses Auftrags außerhalb von Erfurt alle Kompetenzen für die komplette Selbstorganisation sowie für die vollständige Produktion eines Dokumentarfilms abverlangt.

Für die YC bedeutete dies:

Im Vorfeld

  • Maßnahme– und Struktur- Pläne erstellen
  • Planung der Interviews und Schnittmaterial
  • Korrespondenz mit der Messe
  • Organisation von Technik und sonstigen benötigtem Material
  • Planung und Organisation von Anreise und Übernachtung
  • Ausarbeiten eines Reportagekonzeptes

Vor Ort

  • Interviewpartner finden und vor der Kamera befragen
  • Passende Drehorte und –zeiten suchen und organisieren
  • Fotografieren, Filmen und Interviewführung

Im Nachgang

  • Videomaterial sichten und auswerten
  • Reportage zusammenstellen
  • Einen roten Faden für die Reportage erstellen
  • Veröffentlichung des Films auf DVD und im Internet -> Reportage auf YouTube-Channel des Instituts für Computerspiel Spawnpoint uploaden, präsentieren und verbreiten

Veröffentlichung des Projektberichtes auf www.youth-company.de

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