SpielKulturFestival 2012

Spiele, sowohl digitaler als auch analoger Natur, sind ein fester kultureller Bestandteil unseres Daseins.  Neben dem gemeinsamen Erleben erfahren sie häufig eine facettenreiche Auseinandersetzung. Ob durch Machinimas, Artworks, oder eigene Spielkreationen, oft werden konsumierende Spieler zu aktiven Partizipanten. Das Institut Spawnpoint unterstützt diese Entwicklung und initiierte das Spiel|Kultur|Festival 2012 um durch ein vielschichtiges Angebot den unterschiedlichen Spielkulturen Rechnung zu tragen.

Das Team der Youth Company III bekam deshalb Ende Juni 2012 den Auftrag, dieses Festival zu planen, zu konzipieren, durchzuführen und zu dokumentieren. Vorab galt es, sich tiefgründig  mit der Bedeutung von Spiel und Spielkultur in unserem Leben auseinanderzusetzen. Umfangreiche Recherchen ergaben für uns wichtige Erkenntnisse:

  • Spiele sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens
  • Kinder lernen vor allem spielerisch – Erwachsene können dies auch und sollten deshalb nie mit dem Spielen aufhören!
  • Kultur umfasst alles, was der Mensch selbst gestaltet also Technik, Kunst, Religion, Wissenschaft usw.
  • Spiele sind von Menschen geschaffen und fallen somit unter den Begriff “Kultur”

Für unsere Planung und Konzeption des Festivals bedeutete es, im Sinne des Instituts Spawnpoint, das es als Teil seiner Aufgabe sieht, die Spielkultur den Menschen näher zu bringen, zu erhalten bzw. insbesondere für Erwachsene “wieder” ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, so viele unterschiedliche Aspekte wie möglich zum Thema Spiel mit zu berücksichtigen. So entwickelten wir gemeinsam mit den Spawnpointmitarbeitern ein Festival, das möglichst vielen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen ermöglichte, durch eigene, aktive Teilnahme Erfahrungen mit “Spielen” zu machen und sich unmittelbar auszutauschen. Wir einigten uns, mehrere „Stationen“ des Spielens anzubieten:

  • Computer- und Videospiele weil sie in unserer heutigen Gesellschaft etabliert sind und wir einen kleinen Einblick in deren Vielfalt und Variationsmöglichkeiten geben wollten
  • Klassische Brett-, Karten- bzw. sogenannte Analogspiele weil digitale Spiele nur ein -wenn auch sehr aktueller- Aspekt sind und Analogspiele auf jeden Fall zur Spielkultur gehören
  • Bastelangebote zum eigenen Gestalten von Spielfiguren und Spielwelten
  • Dokumentationsportal um einen umfassenden Einblick in die Entwicklung und Vielseitigkeit von Spiel zu geben.

Präzise wurden von den Mitgliedern der Youth Company, die für das Festival zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten des Klanggerüst e.V. ausgemessen und bis auf den letzten Zentimeter für die vielen verschiedenen Angebote verplant. Für den Bereich Computer-/Videospiel entschieden wir uns für eine Version von Lego-Miners, einer Projektvariante mit dem Bekannten und beliebten Spiel Minecraft. Die Entscheidung fiel dafür weil einerseits Minecraft auch „Generationen-übergreifend“ funktioniert und andererseits neben dem Computerspiel auch das Bauen mit Lego-Steinen zu diesem Projekt gehört. Im Analog-Spiel-Stübchen konnten wir verschiedene Brett- und Kartenspiele anbieten sowie ausreichend Betreuungspersonal bereitstellen, das mit großer Freude alle Spiele gern anleiten konnte. Die Bastelecke bot die Möglichkeit, ein eigenes Mensch-ärgere-dich-nicht zu bauen, und zwar mit Figuren unterschiedlicher Computerspiele. Ebenso konnten Masken bemalt und gebastelt werden, um vielleicht als Spongebob oder SuperMario nach Hause zu gehen. Auf der Bühne fanden kleine und große Guitar-Heros oder solche, die es werden wollten, mit Lego-Rockstars ihr Podium. Alles war gut vorbereitet und dann war es soweit. Nach intensiven Wochen der Vorbereitung, in denen die Aufgaben der Youth Company nicht mehr auf vielen Schultern verteilt werden konnten, gab es am 12. Oktober 2012 um 11 Uhr den Startschuss für das erste Spiele-Kultur-Festival. Im Gebäude des Klanggerüst e.V. standen wir bereit, um unser erklärtes Ziel, Möglichkeiten zu schaffen für alle Interessierten unterschiedlicher Altersgruppen und Erfahrungen, sich mit dem Thema „Spiel“ auf verschiedene Arten auseinander zu setzen. Das Spiele-Kultur-Festival begann offiziell  um 11:00 Uhr am 12.10.2012. Die Mitarbeiter des Klanggerüst e.V. ,der Youth Company und Spawnpoint, sowie einige Freiwillige trafen sich einige Stunden vorher, um alle Stationen vorzubereiten. Jeder hielt sich vorwiegend an der/den ihm zugeteilten Station/en auf, um jeden Besucher angemessen betreuen zu können. Die Besucher waren einige Eltern mit Kindern, sowie diverse jüngere Leute. Die Angebote wurden unterschiedlich wahrgenommen. So war ein Großteil der Besucher an den Stationen der Hauptbühne, Retrokonsolen, Basteln und Minecraft. Andere Stationen, beispielsweise die Dokumentationen oder Comic Attack, wurden kaum oder gar nicht genutzt. Das Programm der Hauptbühne wurde flexibler durchgeführt, als geplant, sodass ein ständiges Betreuen nicht notwendig war.

Aufgaben der Youth Company und Kompetenzerwerb:

Die Planung, Konzeption, Durchführung und Dokumentation eines solchen Festivals erfordert ein sehr hohes Maß an Kompetenzen in verschiedenen Bereichen, damit bot das Spiel-Kultur-Festival 2012 einen idealen Raum der Möglichkeiten für die gesamte Youth Company.

Dazu zählten die Gestaltung des Angebotes, die Kommunikation mit potentiellen Partnern und die logistische und zeitliche Planung. Weiterhin wurden u.a. werbewirksame Flyer durch die Youth Company erstellt.

Für die YC bedeutete dies:

Im Vorfeld

  • Erstellung einer Zielformulierung in Form des „S.M.A.R.T.-Konzeptes“
  • Erstellung eines Projektstruktur- und Maßnahmeplans zur Umsetzung des Arbeitsauftrages
    - inhaltliche Einarbeitung und Recherche zum Eventangebot
    - Planung und Durchführung von Trainings in den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Kooperationskommunikation, Werbung, Werbegestaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Bedarfsanalysee
    - Planung der Öffentlichkeitsarbeit
    - Planung der Werbung
    - Medienkunde und -anwendung der Projekttechnik inkl.  Recherche von Technikaufwand und Verleihpreisen
    -Personal- und Ressourcenplanung

Vor Ort

  • Umsetzung des Organisations-/Veranstaltungskonzeptes
  • Einrichtung/Ausgestaltung der Festivalräume
  • Betreuung/Anleitung der Festivalgäste

Im Nachgang

  • Evaluation der Projektumsetzung
  • Inventur der eingesetzten Technik
  • Veröffentlichung des Projektberichtes auf www.youth-company.de

 

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