Schach und Shooter

Projektbericht:
Beteiligt bei diesem Projekt waren Christian Jaeger, Eugen Maier, Leonard Behringer, Mandy Schaarschmidt und Christin Peulecke.

Da „Schach & Shooter“ kein übliches Projekt des Instituts Spawnpoint war, sondern einen von Dr. Martin Geisler initiierten Testworkshop darstellte, fiel die organisatorische Arbeit der „Youth Company III“ diesmal eher gering aus. Für „Schach & Shooter“ sollten die freiwilligen Helfer der „Youth Company III“ sich auf das Erstellen einer Videodokumentation konzentrieren, da die Durchführung des Workshops auch ohne unsere Hilfe hervorragend funktionierte, und wir lediglich in kurzen Abschnitten die Reihen der Teilnehmer verstärkten. In erster Linie war die „Youth Company III“ aber mit Interviewen, Bildschirme und Gesichter Filmen und nicht zuletzt mit der Aufnahme des Inhalts der Vorträge und Reflexionseinheiten, um spätere Interviewfragen speziell auszurichten, beschäftigt. Die Teilnehmer verbrachten die drei Tage mehr oder weniger durchgehend gemeinsam. Auch das mittägliche Essen wurde von außen gebracht und immer in der Gruppe abgehalten, was noch mehr Zeit für den Austausch von Erlebnissen und Anekdoten ermöglichte, aber auch über persönliche Meinungen und Perspektiven.

 

Am Freitag, den 18.5.2012 trafen sich alle Beteiligten zum ersten Mal gemeinsam zum ersten Block, der für den Tag geplant war. Den Start der Versuchsspiele machten nicht etwa ein  Ego-Shooter oder Rollenspiel, sondern zwei Brettspiele, in diesem Fall „Schach“ und „Mensch ärgere dich nicht“. Diese von außen eher unspektakulären Spiele boten für das Filmteam ein breites Spektrum an Mimik und Gestik der Spielenden für unsere Doku.

Der zweite Block an diesem Tag drehte sich um ein Schachspiel für den Computer und die  gefühlten Unterschiede beider Versionen im Bezug auf Emotionen und Spielerfahrung. Interessant waren auch die Unterschiede bei der Spielerfahrung beim Wechsel von einem realen zu einem computergesteuerten Gegenspieler.

 

Am Samstag begann der Workshop schon um 9 Uhr, weil an diesem Tag das mit Abstand größte Arbeitspensum auf die Teilnehmer und Organisatoren zukam. Der Morgen begann mit einem theoretischen Vortrag über das Thema Gewalt und deren mögliche Symbolik. Später hielten dann mit einer Strategieeinheit  die typischeren Computerspiele Einzug in den Workshop. Hier waren die Mitarbeiter der „Youth Company III“ gefragt, um unerfahreneren Teilnehmern den Umgang mit den Spielen zu erläutern. Nach kurzer Zeit konnten alle die gleichen Abschnitte des Spiels erfahren.

 

Wieder mit neuen Energien ausgestattet, stand nach der Mittagspause als nächste Einheit „Völkerball“, auch „Zwei-Felder-Ball“ genannt, auf dem Programm. Hier teilte sich die „Youth Company III“ in Kameraleute und Mitspieler, um einige Ausfälle und vorsichtigere Teilnehmer auszugleichen. Aufgrund der, im Vergleich zur Größe der Halle, eher überschaubaren Anzahl an Spielern waren die Partien zum Teil sehr fordernd. Und so waren die Energien zügig aufgebraucht und zurück im Spawnpointgebäude folgte nun die Spieleinheit in der Shootersparte. Es zeigte sich schnell, dass zumindest unsere Teilnehmerzahl in diesem Bereich eher eine für alle sichtlich erfreuliche Spielerfahrung bescherte. Dabei bot sich für uns Kameraleute eine Fülle an denkwürdigen Momenten, die wir auf Video festhalten konnten. Zum Abschluss an diesem Tag gab es noch eine gemeinsame Reflexion zu den Erfahrungen des Tages. Um 21 Uhr war der Tagesplan geschafft, aber die Mehrheit der Teilnehmer und Veranstalter blieben noch zu weiterem gemeinsamen Spielen, Pizza essen, EM-Qualifikationsspiel schauen und Austausch über das Medium Computerspiel. Obwohl der nächste Tag schon um halb neun beginnen sollte war noch um Mitternacht reger Betrieb in den Büros des Instituts Spawnpoint.

 

Am Sonntag sah man es einigen Teilnehmern doch an, dass sie vielleicht gerne etwas länger geschlafen hätten, doch für Müdigkeit war keine Zeit. Alle Aufnahmegerätschaften mussten in Christins Auto geladen werden, denn für diese Einheit stand Paintball auf dem Programm, also mussten wir uns alle zusammen nach Elxleben verlagern um wirklich nah am Geschehen dabei zu sein. Aufgrund der offensichtlich notwendigen Schutzmaßnahmen rund um das Paintballfeld gab es für uns aber kaum eine Möglichkeit gute Aufnahmen von den Spielen zu machen. So blieben uns einige Aufnahmen von dem nicht weniger unterhaltsamen Kleidungsprozess der Spieler, denen allen voran Dr. Martin Geisler, mit hochprofessioneller Ausrüstung und starken Ergebnissen beeindrucken konnte. Nach der gemeinsamen Rückfahrt blieb noch Zeit für ein paar abschließende Gespräche und Interviews. Damit ging ein sehr abwechslungsreicher, spannender, lustiger und nicht zuletzt konstruktiver Workshop zu Ende, bei dem keiner über das „verlorene“ Wochenende klagte.

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