Gamescom 2011

Gamescom Köln 2011

 

Unser größtes Projekt, in das wir bisher die meiste Zeit und Energie für Vorbereitung und Nachbereitung investiert haben, ist die Games Com 2011! Mit 275.000 Besucher im Jahr 2011, ist die Gamescom (kurz GC) das weltweit größte Messe- und Event-Highlight für interaktive Spiele und Unterhaltung .

Unser erster Auftrag war: Eine gehaltvoll gesellschaftsanalytische Dokumentation zu planen, durchzuführen und zu reflektieren, zur vorgegebenen Thematik „Tod, Sterben und Leiden im Computerspiel“!

Als wir am 23.06.2011 unseren Projektauftrag erhalten haben, war uns das Ausmaß dieses Projektes noch gar nicht bewusst. Erst als wir einen Projektstrukturplan und einen Maßnahmeplan**(siehe auch Konzeption) erstellt hatten, merkten wir, wie viel Arbeit darin für uns stecken wird. Ebenso mussten wir uns an die Budgetvorgaben halten. Für die Vorbereitungen hatten wir grade mal 6 Wochen  Zeit.

Nachdem der Maßnahmeplan ausgearbeitet war und wir unsere Deadlines kannten, ordneten sich die Teilnehmer der Youth Company bestimmten Aufgaben zu.

Während Stefan* und Matthias* sich eher um die technischen Dinge kümmerten, wie das Mietauto und die Kamera, die wir an den Tagen der auf der Gamescom brauchen würden sowie die Kamera- und Tontechnik für die Proben, haben Patrizia*, Chrissi* und Anna* die Unterkunft organisiert. Die Adressen für unsere Interviewpartner wurden von Chrissi* und Daniel B* recherchiert. Beim Formulieren der Anschreiben hat Chrissi* sich die Unterstützung von  Kathrin Heinrich (Mitarbeiterin von Spawnpoint) geholt und sie zusammen mit Anna* und Stine* an viele verschiedene Interviewpartner (Medienvertreter und Spielehersteller) versendet.

Eine langwierige Aufgabe war das Drehbuch und die Interviewfragen fertig zu stellen. In diesem Projektbereich der Fragenentwicklung waren Dr. Martin Geisler (Leitung Spawnpoint), Stine*, Felix* und Anna* maßgeblich beteiligt. Der gesamte Fragenkatalog wurde immer wieder über Wochen hinweg und sogar bis kurz vor dem Start unserer Fahrt nach Köln, in vielen Meetings ausgearbeitet, überarbeitet und verfeinert. Das Thema „Tod, Sterben, Leiden im Computerspiel“ ließ es nicht zu, dass wir uns zu frei in den Formulierungen bewegen konnten. Denn dieses Thema kann schnell auch falsch aufgefasst werden und wir wollten es vermeiden, dass Missverstände entstehen. Intention der Doku sollte es sein, dass diese Thematik nicht willkürlich in PC-Games vorkommt, sondern ein Teil unseres täglichen Lebens ist und in Games reflektiert wird.

Die Youth Company hat sich durch verschiedene Workshops die nötigen Fähigkeiten für die Realisierung des Projektes angeeignet. Das Kameratraining war besonders für Stefan* wichtig, da er die große Kamera mit Stativ bediente. Dementsprechend  war er verantwortlich für ein gutes Bild mit ausreichend Licht und gutem Ton.  Matthias* unterstützte ihn beim Licht durch zusätzliche Scheinwerfer. Beide hatten vor unserer Fahrt nach Köln viele Möglichkeiten zum Üben. Das Interviewtraining war zu Anfang ziemlich lustig, aber auch für einige eine echte Mutprobe. Später waren ausschließlich Anna*, Stine* und Chrissi* involviert, da die drei die Interviewführenden  waren und sich darauf entsprechend vorbereitet haben. Zwischendurch vergnügten wir uns auch mit Improvisationtrainings. Das half zusätzlich die Atmosphäre im Team und die Anspannung vor der Fahrt aufzulockern. Einer der letzten Workshops war das Schnittbildtraining, womit sich Felix P.* intensiv auseinandersetzte. Durch die Absprachen/ Meetings mit Dr. Martin Geisler, lernte er wie man gute Schnittbilder aufnimmt und welche Art von Bildern wir benötigen, speziell für unsere Dokumentation.

Insgesamt war ein gutes kontinuierliches Zusammenspiel nötig, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Wir waren aufgeregt, die Atmosphäre im Büro war hochkonzentriert und oftmals sehr spannungsgeladen. Dennoch brachten wir die Vorbereitungen gut über die Bühne und konnten zur Gamescom nach Köln fahren, um Bildmaterial zu sammeln und uns dort mit unseren Interviewpartnern zu treffen, mit denen wir im Vorfeld Termine ausgemacht haben, um alle Experten innerhalb der zwei Tage interviewen zu können.

Wir waren vom 17.bis zum 18.08.2011 in Köln. Der 17.08. war der Fachbesuchertag, an denen die Gamer noch keinen Einlass hatten. Das war für uns ein Vorteil, denn  durch die geringere Lautstärke gegenüber dem anderen Tag, war es uns möglich, unsere Partner in den Hallen zu befragen. Durch die Interviewaufnahme in den Hallen konnten wir einen weiteren Eindruck der, trotz des Fachbesuchertages, zahlreichen Besucher erhalten.

Es gab einiges zu tun in diesen beiden Tagen. Die Organisation des Kamerateams von einer besucherreichen Halle zur nächsten, die Durchführung der im Vorfeld terminierten Interviews und das Sammeln der vielen Schnittbilder, für die geplante Dokumentation. Auch fand ein, durch uns organisierter und durchgeführter Flashmob statt, von dem ein Foto auf der Internetseite der “GameStar Online“ zu sehen war.  Es waren zwei anstrengende und zugleich auch spannende Tage. Und zwar nicht als Besucher, sondern als Interviewteam mit einer anspruchsvollen Aufgabe und einem ehrgeizigen Ziel.

Im Anschluss an die Gamescom, wurde das gesammelte Videomaterial auf einen Rechner eingespielt und zunächst gesichtet. Anschließend erfolgte eine Sortierung nach Kategorien und jeweiligem Fragekomplex.

Der Schnitt des Films benötigte längere Zeit, als zunächst angenommen, da sich immer wieder Änderungen ergaben, die zunächst von Felix P.* und später von Dr. Martin Geisler, eingearbeitet werden mussten. Janine* kümmerte sich um die Vertonung mit Musik, während Stine* den Off-Text schrieb.

Wer die Off-Stimme einsprechen darf, steht derzeit leider noch nicht fest, dennoch hofft die Youth Company, dass der fertige Film, als Endergebnis des Projektes GamesCom2011,  in Kürze zu bewundern sein wird.

 

*Teilnehmer der Youth Company

** Maßnahmeplan – ist eine detaillierte Auflistung aller Aufgaben mit zeitlichen Endangaben (Deadlines) sowie dem jeweils verantwortlichen Mitarbeiter

 

 

 

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